NARRENSCHAU 2021

Endlich wieder Fastnacht!

Unter diesem (inoffiziellen) Motto wurde am Samstag, 30. Oktober 2021 in der Mensa des Otto-Schott-Gymnasium mit der 5. Auflage der NARRENschau, einer gemeinsamen Veranstaltung von Gonsenheimer Carneval-Verein, Füsilier-Garde und Otto-Schott-Gymnasium, der Startschuss für die erste Fastnachtsveranstaltung seit Ausbruch der Corona-Pandemie gegeben. Sieben neue Gesichter sollten sich an diesem Abend dem Publikum präsentieren.

Fast auf den Tag genau ein Jahr zuvor hat die NARRENschau als „LateNARRshow“ einen erfolgreichen Ausflug in die Welt des Streamings unternommen und den Zuschauern an den Bildschirmen daheim interessante Personen der bisherigen NARRENschau-Geschichte vorgestellt und einzelne Live-Auftritte geboten. Alle Aktiven und Organisatoren waren nun aber froh, wieder zusammen auf der Bühne zu stehen und mit Publikum zu feiern.

Das Programm war vielfältig und Abwechslung geboten: von klein bis groß, von jung bis alt, vom Neuling bis hin zu „Alten Hasen“.

Drei junge Trommler (Luis Hellmold, Björn Raab, Jonathan Vogl) aus den FG-Reihen starteten den Abend mit ihrem Einmarsch den Abend, unterstützt vom Modernen Musikzugs der Füsilier-Garde, der Sitzungskapelle des Abends, unter Leitung von ‚Geburtstagskind‘ Friedhelm Jungbluth.

Präsidial erfolgte dann die Begrüßung durch Simone Staab von der Schulleitung des OSG, Dr. Oliver Kohl, dem Präsidenten der Füsilier-Garde sowie Martin Krawietz, dem Präsidenten des GCV. Als „Gunsenumer Original“ musste Michael Emrich zunächst in die Rolle des Moderators schlüpfen, der überraschend weit und breit nicht zu sehen war.

Mit dem Kinder-Ballett der Füsilier-Garde, trainiert von Gina Schick und Nadine Torricelli, begann dann das Bühnenprogramm. Für die sieben Mädchen (Marla Becker, Laura Cruz, Lily Haslinger, Anabel Heininger, Marie Mumbächer, Emely Schäfer, Franziska Vogl) im Alter zwischen fünf und acht Jahren war es größtenteils der erste Auftritt auf einer Bühne, mit dem sie alle im Saal bezauberten.

Gekonnt präsentierte dann Dr. Christophe Hinz das närrische Protokoll, als Schmankerl gesprochen und gesungen, bevor er wieder in die Rolle des Moderators schlüpfte und locker und flockig durch den Abend führte.

Jüngster Teilnehmer des Abends war Hannes Hausherr, der als Schüler des OSG über die Klassenfahrt nach Berlin berichtete. Dabei erinnerten ihn die Schlangen vor den Wahllokalen in Berlin an die bei der Schulbuchrückgabe der Mainzer Schulen am Schloss.

Pfarrer Daniel Kretsch, auch im echten Leben Priester im Gemeindeverbund Gonsenheim, „predigte“ aus der Bütt und berichtete aus dem Pfarrersleben wortgewandt und in gewitzter Reimform.

Bereits zum dritten Mal auf der Narrenschau-Bühne war Annalena Boller, die ihre Rolle aus 2020 als „OB in spe“ erfolgreich fortführte und weiter Werbung für ihre Kandidatur als nächste Oberbürgermeisterin machte. (Für die bevorstehenden Abiturprüfungen drücken wir alle Daumen!)

Jörg Dietrich als ‚Wingertsknortze‘ berichtete von seinem Rentnerleben und hatte zwei schöne Lieder über Geselligkeit und Wein in petto.

Stefan Schmidt berichtete als ‚Mumbacher Bub‘ auf, was man in sieben Minuten -einem guten Zeitmaß um ein Bier zu zapfen – alles schaffen kann … aber definitiv zu wenig für einen echten Fastnachtsvortrag.

Julia Schindler überzeugte auf der Flucht. Als Mutter generell im Dauerstress und dann noch geplagt von Home-Schooling und Lockdown. Da wird der Arbeitstag im Büro zur Wellness-Oase. In perfekt gereimter Form brachte sie ihre Erfahrungen auf den Punkt und begeisterte das Publikum.

Maurice Müller brillierte als Jäger, gab Einblick in die Welt zwischen Lodenmantel, Hochsitz und Jagdbüchse und zündete ein humoresques Feuerwerk und bescherte vielen Zuschauern einen Muskelkater im Zwerchfell.

Zum Schlussvortrag kam ‚die Ridda, Empfangsdame vom Lerschebersch‘ auf die Bühne ein echter Hingucker und urkomisch parodiert von Benjamin Jurick.

Aber wer gedacht hat, dass das alles war, wurde an dem Abend oft überrascht. Tatkräftige Unterstützung für die Neulinge gab es aus dem Aktiven-Kreis des GCV, darunter auch Sitzungspräsident Sebastian Grom und Thorsten Schäfer. Andere Paten haben selbst musikalisch nachgelegt: Johannes Bersch und Sebastian Kraus, DobbelBock (Andreas Bockius und Matthias Bockius) und die Fleischworschtathleten (Benjamin Scholian und Matthias Gall) heizten den Saal mächtig ein und brachten die Vorfreude auf die Sitzungen in der Kampagne an den Siedepunkt. Rudi Hube setzte seine neue Leidenschaft der Couplets fort und gab als ‚Verkehrsnichtversteher‘ der neuen Verkehrsdezernentin von Mainz ein paar Tipps mit auf den Weg. Spätestens beim Abschluss des Abends war sich auch der Letzte der Anwesenden einig: ENDLICH WIEDER FASTNACHT! Oliver Mager begeisterte mit zwei neuen Liedern das Publikum, bevor er dann gemeinsam mit DobbelBock ein grandioses Finale auf die Bühne legte. Mit ‚Fassenacht in Meenz‘ und einer ordentlichen Portion Gänsehaut ging nach dreieinhalb abwechslungsreichen Stunden der Abend zu Ende.

Vielen Dank an alle Aktiven, Helferinnen und Helfer der ‚Närrischen Achse‘, die zum erfolgreichen Abend beigetragen haben: bei der Unterstützung als Paten, beim Auf- und Abbau, der Einlasskontrolle, als Büttenschieber, als Fotografin und bei der Verpflegung.

Die Mitglieder des Orga-Teams der NARRENschau Thurid Schäfer, Frank Becker, Thomas Becker, Dr. Christophe Hinz, Andreas Müller und Jens Ohler freuen sich bereits auf die Planung für das kommende Jahr und laden jeden Interessierten ein, diese Bühne zu nutzen, um sich auszuprobieren. Bewerbungen können jederzeit gesandt werden an narrenschau@gcv-mainz.de.

Bilder

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Text: GCV
Fotos: Meike Kaltenbach

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